Georg Sch. aus P. wird von seinen Stammtischbrüdern nachhaltig für das Fassungsvermögen seiner inneren Organe bewundert. So speichert er mehrere Liter Bier ohne das Bedürfnis zu entwickeln, sich dieser auch entledigen zu müssen.
Die Stammtischkollegen schließen inzwischen Wetten ab, wann es vielleicht einmal zur Verunreinigung der Gaststube durch unbeabsichtigten Überlauf kommen könnte. Aber Georg Sch. ist kein Naturwunder. Er transportiert die Promille im Blut und die Flüssigkeit unterhalb der Gürtellinie mit bewundernswerter Gelassenheit aus der Gaststube. Was am Stammtisch indessen niemand ahnt, ist die geistige Verwandtschaft des Herrn Sch. mit seinem Hund. Was nämlich für Rex sein Stamm-Baum, ist für Sch. sein Stamm-Zaun, der sich an einem Abhang zu einer Bahnböschung befindet und damit eine sturzbachähnliche Entsorgung garantiert.
Die regelmäßige Gabe verdauten Gerstensaftes indessen verkraftet auch qualitativ hochwertiges Holz nicht, sondern neigt durch die zugeführten Giftstoffe zu Materialermüdung. Vermutlich deshalb gaben die Zaunlatten nach, als sich Sch. nach erfolgreicher Erleichterung dagegen lehnte. Die Latten barsten, er kullerte auf dem von ihm selbst angelegten Bachlauf die Böschung herunter und verletzte sich.
Empört über die Baufälligkeit des Zaunes und dessen nachlässigen Eigentümer verlangte Sch. Schadenersatz. Da Sch. allerdings sein Vermögen in Bier anlegt und nicht in Prozessen, beantragte er finanzielle Unterstützung vom Staat.
Das Gericht lehnte seinen Prozesskostenhilfeantrag jedoch in letzter Instanz ab. Der Zauneigentümer habe für die bestimmungsgemäße Nutzung der Einfriedung zu sorgen, urteilten die Richter. Als öffentliche Bedürfnisanstalt sei die Begrenzung aber nicht geeignet und dafür vom Eigentümer nicht instand zu halten.
Georg Sch. hat es sich nach dieser Entscheidung zur Angewohnheit gemacht, sich von seinen Hund Rex zum Stammtisch und zurück begleiten zu lassen. Beide haben jetzt auf dem Heimweg einen gemeinsamen Stammbaum ...
Ähnlichkeiten mit aktuellen oder vergangenen Rechtsfällen sind nicht nur möglich, sondern ausdrücklich beabsichtigt.