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Bedürfnisfrequenz

Eines muss man den Sachbearbeitern im Sozialamt der Stadt L. schon lassen. Sie sind im Rechnen jedem Milchmädchen und zumindest einem ihrer Sozialhilfekunden weit überlegen. Dies wurde ihnen auch oberverwaltungsgerichtlich bestätigt.

In letzter Instanz rechnete dieses ihm vor, dass unter Berücksichtigung zeitlich ungünstiger Voraussetzungen eine Bevorratung mit 20 Kondomen monatlich ein tägliches Zusammensein ohne das Risiko einer Empfängnis möglich mache.

Die eigentliche, womöglich darüber hinaus gehende Lendenkraft des Antragstellers sei für die Sozialhilfeleistung unerheblich, notierten die Richter im Urteil. Denn was für das Geschlechtsleben gelte, sei auch auf die anderen existentiellen Lebensbedürfnisse wie Essen, Trinken, Bekleidung, Unterkunft anwendbar: Eine maximale Bedürfnisbefriedigung sei durch die Leistungen des Sozialamtes nicht zu erreichen.

Trotzdem hält das Urteil aus der Stadt mit der Reeperbahn noch eine Lebenshilfe bereit: Schließlich gebe es neben der vom Antragsteller bevorzugten Art des Kontaktes noch zahlreiche andere, die nicht zwingend die Verwendung des kostenpflichtigen Zubehörs erforderlich machten ...
Ähnlichkeiten mit aktuellen oder vergangenen Rechtsfällen sind nicht nur möglich, sondern ausdrücklich beabsichtigt.
Zuletzt aktualisiert am 29.09.2009

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