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Chats, Foren, Blogs

... man darf nicht alles sagen was man denkt

 

 


Immer mehr Menschen nutzen das World Wide Web um Informationen, Neuigkeiten, Gedanken und Wünsche auszutauschen oder neue Leute kennenzulernen. Häufig treffen sie sich hierzu in Chats, Foren oder beteiligen sich an Blog-Beiträgen. Aber Vorsicht - nicht alles ist für die Öffentlichkeit bestimmt und manches sollte nicht jeder erfahren oder nachlesen können. Das Internet vergisst nichts und manche Einträge lassen sich nur mit großem Aufwand aus dem World Wide Web wieder entfernen.


Anonym im Netz: ein Irrtum

Der Glaube, im Internet anonym zu sein und sich somit nicht an die allgemeinen Verhaltensregeln, die auch im täglichen Leben eine Selbstverständlichkeit sind, halten zu müssen, ist schlichtweg falsch. Denn alle Computer, die mit dem Internet verbunden sind, haben eine eindeutige Adresse, über die sie identifiziert werden können. Diese sogenannte "IP-Adresse" ist ein Zahlencode, der einem Rechner entweder fest zugeordnet ist oder vom Provider (z.B. T-Online, 1&1, freenet, GMX, AOL) dynamisch bei jeder Einwahl ins Internet vergeben wird. Wird nun ein User im Internet auf welche Weise auch immer tätig (z.B. beim Chatten oder durch das bloße Ansehen einer Webseite), wird die IP Adresse des jeweiligen Rechners in zahlreichen Logfiles gespeichert.

Die so "hinterlassenen Spuren" können beispielsweise von der Polizei miteinander verknüpft werden und dann zum Computer des Users führen. Der Internetprovider ist verpflichtet, den Strafverfolgungsbehörden beim Verdacht einer Straftat preiszugeben, wem eine bestimmte IP-Adresse zugeordnet ist.

Chats, Foren, ICQ und Blogs

In Chaträumen, Foren und Blogs herrscht ein lockerer Ton. Die Autoren haben Pseudonyme oder Nicknames und geben ihre Identität meist nicht öffentlich preis. Vielleicht wird deshalb dort so leichtfertig beleidigt, verleumdet und sehr Privates erzählt.

Häufig wird nicht beachtet, dass im Unterschied zu einer persönlichen Plauderei oder einer privaten E-Mail im Internet die Inhalte von einer ganzen Menge an Leuten eingesehen bzw. mitgelesen werden, oft noch eine lange Zeit, nachdem ein Beitrag beispielsweise in ein Diskussionsforum gestellt wurde. Daher ist es auch nachvollziehbar, dass eine Beschimpfung im Internet andere rechtliche Konsequenzen haben muss, als wenn dieselbe Situation in einem privaten Gespräch, am Stammtisch oder im E-Mail-Verkehr gegeben wäre.

Tipp!

Welche Äußerungen Sie ohne Bedenken ins Internet stellen können oder wo bereits die strafbare Grenze überschritten ist, können Sie hier nachlesen. Informationen ob Sie als Betreiber einer Internetplattform für fremde Beiträge haften, finden Sie hier. Welche zivilrechtlichen Ansprüche Ihnen als Opfer zustehen, lesen Sie hier.


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Zuletzt aktualisiert am 26.01.2011

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